Eine Kochgruppe freut sich über ein gelungenes Menü

Für ein Miteinander, das Einsamkeit durchbricht

Armut bedeutet weit mehr als fehlende finanzielle Mittel – sie kann zu Rückzug, Scham und belastendem Alleinsein führen.

Im Salzburger Pongau entstanden 2025 mit dem Pilotprojekt „Bewegende Begegnungen“ erste Caring Communities: Orte, an denen Menschen einander niederschwellig begegnen und Vertrauen ins Miteinander zurückgewinnen. Diese Angebote, welche 2025 bereits von 2.437 Menschen genutzt wurden, helfen besonders jenen, die kaum Zeit oder Kraft für soziale Kontakte haben. So entlasten zum Beispiel der „Kostnix-Laden“ in Bischofshofen oder auch das „Allerwelts-Café“ ohne Konsumzwang finanziell und schaffen geschützte Räume, in denen man ohne Hürden ins Gespräch kommen kann.

Begegnung erzeugt Nähe

Gemeinsame Aktivitäten, wie zum Beispiel die Teilnahme mit eigenem Team beim „Wings for Life World Run“ in St. Johann, runden das Angebot ab. Engagierte Freiwillige sowie die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden und Pfarren sind wesentliche Bestandteile der Caring Communities.

„Der Aufbau von Caring Communities ist lebendige Sorgearbeit, um das Miteinander und gleichzeitig die Gemeinden in ihrer sozialen Verantwortung zu stärken.“

Stefan Lechner, Fachbereichsleitung Zivilgesellschaftliches Engagement & Pfarrcaritas

Teilhabe durch Begleitung im Alltag

Betreuung soll dort stattfinden, wo Menschen und ihre An- und Zugehörigen leben – mitten im vertrauten Umfeld. Viele unserer Angebote entlasten insbesondere Frauen, die nach wie vor einen Großteil der Pflegearbeit tragen. Zum Beispiel unsere Palliativteams: Sie sind Teil der Mobilen Dienste, zu denen auch Hauskrankenpflege und Haushaltshilfe gehören, und haben allein im vergangenen Jahr 707 schwerkranke Menschen einfühlsam begleitet.

Ein weiteres Angebot ist die 24-Stunden-Betreuung über den Verein „Caritas rundum zuhause betreut“ – wir unterstützen in Salzburg sowie über die Diözesangrenzen hinaus in Teilen Oberösterreichs und seit 2025 auch in Tirol.

Mobil stehen wir Menschen mit Behinderung mit der Persönlichen Assistenz im Privatbereich zur Seite: Der Bereich wächst – 2025 wurden
bereits 22 Klient*innen begleitet.

Ein Team steht auf einer Wiese

Links im Bild: Liesi Huber, die seit 2005 mit beispiellosem Einsatz das Team mit ihrer fachlichen Tiefe und Herzenswärme prägt. Rechts im Bild: Andrea Schmid und Kurt Sonneck (Direktion der Caritas Salzburg) und Franziska Angerer, Fachbereichsleitung Mobile Dienste und Mobile Palliativteams.

Palliativarbeit ist Lebensarbeit

Beim Festakt „20 Jahre Mobiles Palliativteam Lungau“ im Juni letzten Jahres wurde das engagierte Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die seit vielen Jahren Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten, gewürdigt. Gleichzeitig feierte die Hospizinitiative Lungau ihr 30-jähriges Bestehen.

Mit unseren Projekten für Caring Communities verfolgen wir diese Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs):